Prostatakrebs (Prostatakarzinom)

Ein Prostatakarzinom ist für den Mann das, was der Brustkrebs für die Frau bedeutet. Es stellt die häufigste Krebsart bei Männern (30 %) dar – und auch die häufigste Todesursache bei Männern über 60 Jahre. Da diese Krankheit nur dann geheilt werden kann, wenn sie möglichst früh erkannt wird, sollten Männer eine jährliche Untersuchung der Prostata durchführen lassen. Als Vorsorgemaßnahme ist es darüber hinaus ratsam, fettreiche Nahrung durch grüne Gemüsesorten zu ersetzen und die Exposition zu radioaktiven Substanzen nach Möglichkeit zu vermeiden.

Definition/Ursache

Die Prostata oder auch Vorsteherdrüse befindet sich zwischen der Blase und der Harnröhre. Sie hat in normalem Zustand die Größe einer Walnuss und transportiert den Urin von der Blase nach außen; außerdem produziert sie ein zähflüssiges Sekret als Hauptanteil des Samenergusses.

Trotz intensiver Forschungen ist der genaue Mechanismus bei der Entstehung von Prostatatumoren noch nicht vollständig bekannt. Man weiß allerdings, dass sich das Prostatakarzinom von den meisten anderen Tumoren durch seine spezielle Biologie unterscheidet. Etwa ein Drittel der Männer über 50 und fast alle Männer über 80 haben einige kleine Tumorzellen in ihrer Prostata. Die meisten dieser Tumore wachsen extrem langsam und führen, besonders bei älteren Männern, nie zum Ausbruch der Erkrankung. Nur bei einem kleineren Teil der Männer wachsen diese Tumoranteile wesentlich schneller und können in einigen Fällen zu einer Streuung, besonders in die Knochen, führen.

Diagnose

Mit einer Tastuntersuchung durch den After kann der Facharzt die aktuelle Größe des Organs und seine Konsistenz feststellen. Zusätzlich können ein PSA-Test (Prostata spezifische Antigens) und eine Ultraschalluntersuchung weitere Aufschlüsse über ein mögliches Prostatakarzinom geben. Mögliche Streuherde in den Knochen werden durch eine Knochenszintigrafie erkannt und letzte Gewissheit erlangt man durch eine Biopsie, bei der ein kleines Gewebestück aus der Prostata entnommmen und untersucht wird.

Behandlung

Auch wenn es viele überraschen wird: In einigen Fällen kann der Arzt zu einem abwartenden Verhalten mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen raten. Dies hat mit dem speziellen biologischen Verhalten des Prostatakarzinoms zu tun.

Wenn allerdings ein aktiveres Vorgehen angezeigt ist, kommen mehrere Behandlungsmethoden in Betracht. Entweder wird die gesamte Prostata operativ entfernt (Radikale Prostatektomie) oder man zerstört die Karzinomzellen durch hoch-energetische Bestrahlung. Es können auch Medikamente eingesetzt werden, die den Spiegel des männlichen Hormons Testosteron senken und dadurch das Wachstum des Karzinoms verlangsamen oder gar stoppen. Allerdings enwickeln einige Prostatatumore die Eigenschaft, auch ohne Testosteron zu wachsen. Bei der Brachytherapie werden schließlich kleine radioaktive Stäbchen direkt im und am Tumor platziert.

Invasivere Behandlungsformen bergen jedoch das Risiko von Nebenwirkungen wie Inkontinenz oder Impotenz.

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