Nierenerkrankungen

Eine gesunde Niere verrichtet täglich Schwerstarbeit: 1.800 Liter Blut muss sie pro Tag durchspülen. Dabei filtert sie das Blut, produziert Harn und scheidet Schadstoffe aus. Das paarig (links und rechts) angelegte Organ im hinteren Bauchraum regelt außerdem den Säure-Basen-Haushalt sowie den Wasser- und Elektrolythaushalt und produziert Hormone (Erythropoetin, Renin).

Definition/Ursache

Erkrankungen, die das Harn-Sammelsystem und den Harnleiter betreffen, sind z. B. bakterielle Entzündungen, angeborene Fehlbildungen und Harnsteinerkrankungen. Aber auch Tumorerkrankungen der Niere sind möglich. Wenn die Niere nicht mehr reibungslos funktioniert, kommt es im Körper zu Vergiftungserscheinungen. Die Symptome reichen von Rückenschmerzen, die in Richtung Blase ausstrahlen, über veränderten Urin und geschwollene Augenlider bis hin zu Juckreiz, Müdigkeit, Wasseransammlungen im Körper und säuerlichen Körpergeruch.

Diagnose

Neben bestimmten Laboruntersuchungen ist der Ultraschall das wichtigste Hilfsmittel in der Diagnostik von Nierenerkrankungen. Er ist nicht schädlich und ermöglicht einen umfangreichen Einblick in Aufbau, Blutversorgung und Veränderungen der Niere. Weitere Untersuchungen wie Magnetresonanz- und Computertomographie werden erst nach einer Ultraschalluntersuchung eingesetzt.

Behandlung

Im Vordergrund steht die Bereitung von Ursachen für die Erkrankung, um eine Regeneration des Organs herbeizuführen.

Weiterhin stehen wirkungsvolle medikamentöse Therapien bei eingeschränkter Nierenfunktion zur Verfügung. Diese werden speziell auf den Patienten abgestimmt.

Ist die Funktion der Niere so weit gestört, dass eine Entgiftung oder Entwässerung des Körpers nicht mehr gewährleistet ist, kann eine regelmäßige Blutwäsche (Dialyse) die Ausscheidungsfunktion der Niere soweit übernehmen, dass Patienten weiterhin aktiv am Leben teilnehmen können – wenn auch mit Einschränkungen. Die Dialyse kann entweder zu Hause selbst durchgeführt werden (Bauchdialyse) oder in speziellen Ambulanzen (Bauchfelldialyse).
Nur ein Fünftel aller Dialyse-Patienten kommt für eine Nierentransplantation in Frage, weil durch zusätzliche Erkrankungen entweder das Operationsrisiko zu groß ist oder kein langfristiger Erfolg erwartet werden kann.

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